Informationen für Klient*innen und Angehörige
Was zu beachten ist
Sollten Sie Interesse an einem Pflegeplatz in einem unserer Häuser der Seniorenhilfe Rheinland haben, finden Sie hier wichtige Infos zu Anmeldung und Finanzierungsmöglichkeiten sowie hilfreiche Tipps zum Umzug.
Besichtigungstermin
Wenn Sie unser Haus gerne kennenlernen möchten, vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin mit der Pflegedienstleitung des entsprechenden Hauses. Sie nimmt sich gerne die Zeit und stellt Ihnen das Haus vor.
Aufnahmegespräch
In einem Aufnahmegespräch, das im Anschluss an eine Besichtigung geführt werden kann, möchten wir möglichst viel über den Menschen erfahren, der zukünftig bei uns lebt. Wenn wir einen Einblick in die Biografie des Menschen erhalten oder auch Vorlieben und Abneigungen schon im Vorfeld kennen, können wir uns besser auf unseren neuen Bewohner oder unsere Bewohnerin vorbereiten und die Eingewöhnung bei uns besser gestalten.
Im Aufnahmegespräch ist aber auch Platz für Ihre Fragen. Bitte scheuen Sie sich nicht, nach allem zu fragen, was Ihnen wichtig erscheint. Das können ganz praktische Erwägungen sein - z.B. wie oft die Wäsche gewaschen wird - oder auch grundlegende Fragen zu unserem Verständnis von zugewandter Pflege.
Bitte planen Sie für das Aufnahmegespräch 30 bis 60 Minuten Zeit ein und notieren Sie sich am besten schon im Vorfeld Fragen, die Sie gerne stellen möchten.
Anmeldung
Zur Anmeldung in unserem Haus erhalten Sie hier vor Ort zunächst drei Fragebögen: einen Ärztlichen sowie einen Pflegerischen Fragebogen zur Aufnahme und ein Anmeldeformular. Diese finden Sie auch auf den Seiten der entsprechenden Häuser.
Lassen Sie bitte den Ärztlichen Fragebogen vom Hausarzt ausfüllen. Er liefert uns wichtige Informationen zur gesundheitlichen Verfassung und zum benötigen Grad an Unterstützung.
Im Anmeldformular fragen wir wichtige Eckdaten ab. Hier können Sie auch angeben, ob Sie den Platz kurzfristig benötigen oder auf die Warteliste gesetzt werden möchten.
Bitte reichen Sie die ausgefüllten Fragebögen möglichst zeitnah wieder bei uns ein.
Nach der Anmeldung
Wenn wir einen freien Platz haben und Sie sich oder Ihren Angehörigen angemeldet haben, sind weitere Formalitäten z.B. zur Finanzierung nötig. Das Team der Bewohnerverwaltung erklärt Ihnen genau, welches die nächsten Schritte sind und welche Leistungen vor dem Einzug in unser Haus beantragt werden müssen. Alle notwendigen Informationen dazu und die entsprechenden Formulare erhalten Sie von dort.
Gerne können Sie bei der Anmeldung auch Ihre E-Mail-Adresse angeben. Sie erhalten dann die notwendigen Unterlagen schnell und unkompliziert per E-Mail.
Wenn Sie Fragen haben oder Ihnen etwas unklar ist, scheuen Sie sich bitte nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen!
Kosten im Pflegeheim
Der Schritt, im Alter die Hilfe anderer in Anspruch zu nehmen, ist für viele Menschen eine schwierige Entscheidung. Zum einen bedeutet der Umzug in ein Pflege- oder Altenheim manchmal, von der vertrauten Umgebung Abschied nehmen zu müssen, zum anderen müssen viele Fragen zur Finanzierung von Wohnen, Leben und Pflege geklärt werden. Doch wie setzen sich die Kosten für einen Platz im Pflegeheim überhaupt zusammen? Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick.
Die Pflegeheim-Kosten setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen und erscheinen auf den ersten Blick unübersichtlich. Als Faustregel gilt: alle Aufwendungen, die beim Leben z.B. in einer Mietwohnung selbst getragen werden müssen, fallen auch im Pflegeheim an. Dazu gehören vor allem
- Kosten für die Unterkunft
- Kosten für die Verpflegung
- Personal- und Sachkosten, z.B. für Reinigung etc.
Auch Kosten für Erhalt und Instandsetzung des Gebäudes, die ein Vermieter z.B. in die Mietkosten mit einrechnet, fallen in einem Heim an. Sie heißen Investitionskosten und werden in der Kostenaufstellung separat ausgewiesen.
Und damit auch in Zukunft Fachkräfte für die Pflege alter Menschen zur Verfügung stehen, werden Heime, die Auszubildende beschäftigen, mit einer Ausbildungsumlage unterstützt.
Bei einem anerkannten Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse einen Anteil an den Kosten für Pflegeleistungen, gestaffelt nach der festgestellten Pflegebedürftigkeit.
Die Leistungen aus der Pflegekasse müssen vom Pflegebedürftigen selbst oder von dessen Bevollmächtigten oder Betreuer beantragt werden. In der Regel ist Ihre Krankenkasse dafür Ihr Ansprechpartner, denn die Pflegekasse ist dieser angegliedert.
Bei vielen Krankenkassen können Sie mittlerweile z.B.
- einen Neuantrag auf Pflegeleistungen
- den Antrag auf Kurzzeitpflege
- den Antrag auf Verhinderungspflege
- eine Höherstufung in einen anderen Pflegegrad
online stellen oder die entsprechenden Formular herunterladen. Aber natürlich ist es auch möglich, die Unterlagen per Post anzufordern.
Die Leistungen aus der Pflegekasse liegen zwischen zurzeit 125 Euro bei Pflegegrad 1 und 2005 Euro bei Pflegegrad 5 und werden direkt an das Pflegeheim geleitet.
Reichen Rente oder Einkommen und Ersparnisse zur Finanzierung des Pflegeheim-Platzes nicht aus, ist der Sozialhilfeträger gefordert. Er bezahlt die Differenz zum benötigten Betrag, die der Pflegebedürftige nicht aufbringen kann.
Der Antrag beim zuständigen Sozialamt muss jedoch unbedingt vor dem Einzug ins Pflegeheim gestellt werden. Bevor das Sozialamt Kosten übernimmt, wird geprüft, ob Kinder unterhaltspflichtig sind. Dafür gelten jedoch Selbstbehalt-Regelungen, damit die Kinder pflegebedürftiger Menschen nicht in finanzielle Schieflage geraten.
Zu guter Letzt
Sind alle Formalitäten erledigt, bemühen wir uns, Ihnen so schnell wie möglich einen freien Platz in unserem Haus zur Verfügung zu stellen.
Sollten Sie zwischenzeitlich einen Platz in einer anderen Einrichtung angenommen haben, sind wir Ihnen für einen kurzen Hinweis dankbar!
Weitere freie Pflegeplätze
Manchmal erfordern es die äußeren Begleitumstände oder die gesundheitliche Verfassung: Der Pflegeplatz wird früher benötigt, als geplant.
Wenn in einem unserer Einrichtungen so kurzfristig kein Platz zur Verfügung steht, Sie aber dringend die stationäre Pflege für sich oder Ihren Angehörigen benötigen, sprechen Sie gerne die Mitarbeiterinnen der Zentralen Bewohnerverwaltung an.
Wir betreiben in der Region weitere Einrichtungen der Senioren- und Altenhilfe - von der Tagespflege über Servicewohnen bis hin zur Langzeitschwerstpflege in Düsseldorf, Haan, Monheim, Leverkusen und Solingen.
Gerne bieten wir Ihnen, sofern verfügbar und es von Ihnen gewünscht ist, einen Pflegeplatz in einer unserer weiteren Einrichtungen an.
Umzug
Wenn alle Formalitäten erledigt sind, können Sie sich der Planung für den Umzug in das Servicewohnen oder Altenheim widmen. Wir haben Ihnen zur Orientierung eine kleine Liste der wichtigsten Dinge zusammengestellt, die Sie während des Umzugsprozesses bedenken sollten. Wenn Sie Unterstützung bei Formalitäten benötigen oder Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!
- Möbel: Überlegen Sie, vielleicht gemeinsam mit Ihren Angehörigen, welche Möbel Sie mitnehmen möchten.
- Termin für den Umzug: Legen Sie in Absprache mit der Verwaltung das Datum für den Umzug fest.
- Umzugsservice: Sofern Sie den Umzug nicht selbst mit der Hilfe von Angehörigen durchführen können, nehmen Sie mit genügend Vorlauf Kontakt zu Umzugsfirmen auf und holen Angebote ein. Die Preise können sehr stark differieren.
- Kündigung der bisherigen Wohnung: Denken Sie an die fristgerechte Kündigung Ihrer alten Wohnung und an die Stornierung von Daueraufträgen, die mit der Wohnung zusammenhängen, z.B. die Mietzahlung.
- Mobiliar und Ausstattung: Überlegen Sie, wer die Möbel übernehmen kann, die Sie nicht mehr benötigen.
- Strom, Gas, Wasser: Kündigen Sie Strom, Gas, Wasser und Ihren bisherigen Telefon-Anschluss.
- Abonnements: Kündigen Sie Abonnements, z.B. für Tageszeitung oder Zeitschriften oder lassen Sie sie auf die neue Adresse umschreiben.
- Versicherungen: Klären Sie mit Ihrer Versicherung, welche Leistungen Sie kündigen können - z.B. die Hausratversicherung - und welche Sie ggf. noch benötigen.
- Nachsendeauftrag: Erteilen Sie der Post einen Nachsendeauftrag für Briefe, die Sie nach Ihrem Umzug noch an die alte Adresse erreichen. Wenn Sie die Mitteilung Ihrer neue Adresse an die Absender wünschen, können Sie dies in Ihrem Nachsendeauftrag angeben
- Eingewöhnung: Ihre Wohnung bei uns ist fertig für Ihren Einzug. Ihre Erinnerungsstücke und mitgebrachten Möbel sind am Platz. Und nun? Um Ihnen die Eingewöhnung in unserem Haus zu erleichtern, bieten wir Ihnen Freizeit- und Gemeinschaftsaktivitäten an, damit Sie neue Kontakte im Haus knüpfen können.
- Ummeldung: Eine Ummeldung beim Einwohnermeldeamt muss innerhalb von zwei Wochen erfolgen.
- Adressänderung: Teilen Sie Versicherungen, Banken, Krankenkasse etc. und auch Freunden Ihre neue Adresse mit.